BLZK gibt Tipps für gesunde Zähne bei Kleinkindern

Mehr als ein Viertel der Dreijährigen in Deutschland leidet unter frühkindlicher Karies.

Zahnärztliche Kinderpass der BLZKEine Sonderform dieser Karies, die sogenannte Nuckelflaschenkaries, haben zehn bis 15 Prozent der Drei- bis Sechsjährigen. „Wir wollen die Eltern dafür sensibilisieren, dass Nuckelflaschenkaries eine Krankheit ist, gegen die man präventiv etwas tun kann“, sagt Dr. Herbert Michel, Prophylaxe-Experte der BLZK. Bei Nuckelflaschenkaries treten zuerst kariöse Veränderungen an den oberen Frontzähnen auf, später auch an anderen Zähnen. Im Extremfall droht Milchzahnverlust. Die Karies entsteht, wenn ein Kleinkind über mehrere Stunden an einer Flasche nuckelt. Dabei werden die Zähne dauerhaft umspült. Wenn es sich um zucker- oder säurehaltige Flüssigkeit handelt, können kariöse Zerstörungen ausgelöst werden.

Zuckerhaltige Getränke wie gesüßter Tee oder Fruchtsaft fördern die Entstehung von Mikroorganismen (Plaque) im Mund. Säurehaltige Getränke wie Cola oder Orangensaft demineralisieren den Zahnschmelz. Auch Schnuller mit zuckerhaltigem Überzug, Lutscher und nächtliches Trinken von der Mutterbrust können Karies auslösen.

Was Eltern gegen Nuckelflaschenkaries tun können

Um Nuckelflaschenkaries vorzubeugen, gibt Dr. Michel Eltern zwei Tipps: Erstens sollten die Getränke des Kindes möglichst wenig Zucker und Säure enthalten. Gut sind ungesüßter Tee sowie Mineral- oder Leitungswasser. Zweitens sollte das Fläschchen nur zeitlich begrenzt gegeben werden – nicht zum Dauernuckeln oder Trösten ohne Zeitlimit. Dauernuckeln ist für die Entstehung von Nuckelflaschenkaries mindestens so entscheidend wie der Zucker- und Säuregehalt des Getränks.

Mit dem Durchbruch des ersten Milchzahnes, circa ab dem sechsten Lebensmonat, rät Dr. Michel Eltern, mit ihrem Kind regelmäßig zur Vorsorge zum Zahnarzt gehen. Das Praxisteam berät Eltern zur Mundgesundheit ihres Kindes. Welche Vorsorgeuntersuchungen der Zahnarzt durchführt und was Kind und Eltern für die Mundgesundheit tun können – das erklärt und dokumentiert auch der „Zahnärztliche Kinderpass der BLZK“.

Der „Zahnärztliche Kinderpass der BLZK“ und das Merkblatt „Tipps für gesunde Kinderzähne“ sind unter http://www.blzk.de im Shop für Patienten eingestellt.

Bild- und Textquelle: Bayerische Landeszahnärztekammer, http://www.blzk.de